Freunde des Mittelalters
  Die Legende vom Räuber Hackemer, dem „Deutschen Robin Hood vom Lahntal“ Hackemers Jugend
 

Die Legende vom Räuber Hackemer,

dem „Deutschen Robin Hood vom Lahntal“

Hackemers Jugend 

Hackemers Eltern waren rechtschaffene Leute. Sein Vater ein rechtschaffener Kaufmann und seine Mutter war von adliger Abstammung. Sie hatten aus Liebe geheiratet, aber das Glück von Hackemers Eltern sollte nicht lange dauern. Nach einer verschleppten Grippe verstarb sein Vater. Seine Mutter grämte sich so sehr über den Tod des geliebten Mannes das sie ihm kurz darauf ins Grab folgte. Vor ihrem Tode veranlaßte sie aber noch das der Sohn zu ihrem Bruder gebracht werden sollte.

So geschah es, Hackemer kam auf die Burg seines Oheim und wurde dort nun zu einem Edelmann erzogen. Die Erziehung des Jungen hatte Hackemers Oheim einem Mönch übergeben.

Hackemers Oheim hatte selbst keine eigenen Nachkommen. Sein Weib war beim ersten Kind im „Kindbett“ gestorben. Das gemeinsame Kind, ein Knabe, verunglückte mit 8 Jahren tödlich bei einem Reitunfall und so war der Witwer unverheiratet geblieben. Nun war er leider kein junger Mann mehr und seine Gesundheit war schon recht angeschlagen. Er rief den Mönch, der Hackemer erzog zu sich und trug ihm auf ein Testament aufzusetzen., in dem er seinen Besitz seinem Neffen übertrug. Aber der Mönch schob ihm ein anderes Dokument unter und zwar eines in dem der Oheim seinen ganzen Besitz der Kirche überschrieb. Der Oheim bemerkte den Betrug nicht und unterschrieb. Kurz darauf verstarb der Oheim, auch hier hatte wieder der Mönch seine Finger im Spiel.

Hackemers Oheim war noch nicht richtig unter der Erde, da setzte der Mönch Hackemer, mit Hilfe anderer Mönche, vor die Tür und nahmen seine Burg in Besitz. 

Hackemer wandte sich nun an den Grafen von Montabaur und klagte das Unrecht an. Doch der Graf von Montabaur bestochen vom Bischof von Limburg, wies seine Klage zurück. 

Das war ein schwerer Schlag für den armen Hackemer, denn er war als Edelmann erzogen worden und hatte kein Handwerk gelernt. So war er nicht imstande, sich sein Unterhalt zu verdienen. Als er abgewiesen aus dem Gerichtsaal kam lenkte er seine Schritte zum Marktplatz von Montabaur. Gerade als er sich von seinem letzten Taler einen Krug Wein kaufen wollte stieß er mit einem Spielgefährten aus seinen Kindertagen zusammen.. So vertranken sie nun gemeinsam den letzten Taler und beschlossen, ihr Glück gemeinsam zu suchen. Der Vater seines Freundes Karl war Köhler in einem Seitental der Lahn, dem Fachbachtal und so kamen sie überein, in den Fachbacher Wald zu gehen und dort von dem zu leben, was sie sich mit ihren Bogen beschaffen konnten und der Fluß, die Lahn an Fischen hergab.

So lernte Hackemer auch die schöne Schwester seines Freundes Karl kennen. Sie hieß Mariann und beide verliebten sich ineinander.

Aber außer der schönen Maid, lernte Hackemer  auch die Armut und die Not der Köhler kennen. So wollte es das Schicksal, das aus dem Edelmann Hackemer der Räuber Hackemer wurde. Hackemer raubte nun die reichen aus und gab es den armen und wurde so der Schrecken aller Pfeffersäcke, Schnapsbrenner und der Kirche.

Um sich zu rächen und den armen Leuten zu helfen, legte Hackemer sein Operationsgebiet in den Unterwesterwald, mit der Stadt Montabaur als Handelsmittelpunkt, und richtete sein besonderes Augenmerk auf die Warentransporte der Kaufleute vom Rheintal hinauf auf die Höhen und die der Schiffahrt auf der Lahn.

Sein Hauptversteck aber legte im hinteren Fachbachtal, der sogenannten Meerkatz, in einer tiefen Höhle an, dort wo ihn niemand finden konnte und er sicher war nicht verraten zu werden.

 
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